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Gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung

Die Schweiz gilt als reiches Land und das pro Kopfeinkommen als überdurchschnittlich. Statistisch gesehen mag das zwar stimmen, aber nur wenn alle deklarierten Einkommen zusammengezählt und durch die Anzahl Erwerbstätiger dividiert wird.Dies täuscht nicht darüber hinweg, dass einige bis zu 600 mal mehr verdienen als der Grossteil der Angestellten, ebensowenig wird berücksichtigt, dass ca. 10% der Arbeit-

nehmer trotz 100% Job unter der Armutsgrenze leben und Sozialleistungen beziehen müssen. Nicht einberechnet sind auch Hausfrauen und Männer, deren Leistungen nicht finanziell kompensiert werden.

Nicht weniger problematisch sieht es bei der Vermögensverteilung aus.Wenn 3% der Bevölkerung 54% des Vermögens kontrollieren, d.h. 97% sich die restlichen 46% teilen müssen, sind das Zustände die man noch vor 30 Jahren nur aus Diktaturen in Lateinamerika kannte. Und die Konzentration von Kapital wächst immer schneller. Da die riesigen Vermögen weiter investiert werden und sich Zins und Zinseszins akummulieren, öffnet sich die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr. Alternativen zu diesem selbstzerstörerischen System das den sozialen Frieden ernsthaft gefährdet können nur wirksam sein, wenn das gesamte Geldsystem neu geordnet wird. Mehr dazu unter: www.inwo.ch
Ansätze dazu bieten verschiedene Tauschringe und Regionalwährungen z.B. Talent (www.talent.ch ) die aber leider noch einen bescheidenen Personenkreis umfassen.
Etwas radikalere Forderungen kommen aus Kreisen die die Einführung eines Grundeinkommens (Bürgerlohn) fordern. Die Diskussion um den Bürgerlohn läuft schon seit Jahrzehnten, beginnt aber erst in den letzten Jahren eine etwas breitere Basis zu erreichen. (www.grundeinkommen2007.org /)
Zwischzeitlich setzen sich sogar Unternehmer (z.B. Werner Götz, Interview im Zeitpunkt, www.zeitpunkt.ch , Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) dafür ein und einzelne Sozialpolitiker bekennen ihre Sympathien zu diesem Ansatz.
Auch wir, als Freunde der anderen Schweiz sind von der Notwendigkeit eines Bürgerlohnes überzeugt und werden alle Initiativen in dieser Richtung unterstützen und dahingehend arbeiten, durch Information die Diskussion öffentlich zu machen.